Wanderausstellung

Die Ausstellung „Schau mich an“


Die Ausstellung „Schau mich an“ wurde vom Freundeskreis Givat Haviva Deutschland konzipiert und finanziert. 
Diese Ausstellung soll zwar in erster Linie Jugendliche ansprechen, ist aber sicher für alle Altersgruppen interessant.
Ziel dieser Ausstellung ist es, das schwierige Verhältnis zwischen Juden und Arabern in Israel darzustellen und zu zeigen, wie die Weiterbildungsinstitution Givat Haviva in Israel es schafft, Jahr für Jahr tausende von arabischen und jüdischen Israelis durch
die Programme des Zentrums für Frieden und Versöhnung zusammenzubringen zu gemeinsamen Aktivitäten und Diskussionen, die sich vor allem mit den unterschiedlichen Narrativen der beiden israelischen Bevölkerungsgruppen beschäftigen.
Um das überzeugend darstellen zu können, bestehen die entsprechenden Seminare immer zur Hälfte aus arabischen und zur Hälfte aus jüdischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Und es stehen immer 2 Pädagogen vor diesen Gruppen: eine jüdische
und eine arabische. Eine paritätische Zusammensetzung der Gruppen und Gruppenleitung ist für die Authentizität des Prozesses sehr wichtig. Diese Konstellation ist darum so bemerkenswert, weil die Araber zwar 20% der israelischen Bevölkerung
ausmachen, aber völlig getrennt von der jüdischen Mehrheitsgesellschaft leben. Viele der Kursteilnehmerinnen und - teilnehmer sprechen in Givat Haviva zum ersten Mal überhaupt mit einem Vertreter/ einer Vertreterin der anderen Bevölkerungsgruppe.
Im ersten Teil der Ausstellung werden in den beiden Eingängen die gegenseitigen Vorurteile, der Hass aufeinander, aber auch die Angst voreinander thematisiert. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung lernen so die völlig unterschiedlichen
Sichtweisen kennen, die beide Bevölkerungsgruppen auf die gleiche, nämlich die israelische, Gesellschaft haben.
An der Stirnseite der Ausstellung, dort wo beide Zugänge zusammenkommen, wird dann gezeigt, wie die Erfahrungen, die vor allem Jugendliche in Givat Haviva machen, dazu führen, dass sich das Zerrbild, das man voneinander hatte, verändert und dass
bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch die Seminare in Givat Haviva ein Lernprozess angestoßen wurde, der oftmals bestimmend für ihr weiteres Leben ist. Der Freundeskreis Givat Haviva Deutschland hat es sich zur Auftrag gemacht, die
Versöhnungsarbeit, die Givat Haviva in Israel schon seit mehr als 50 Jahren betreibt, hier in Deutschland bekannter zu machen und diese Arbeit auch finanziell zu unterstützen.
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