Deutscher Freundeskreis Givat Haviva e.V.

"Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg.
Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung,
eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit."


- Baruch de Spinoza (1632 - 1677)



Lieber Besucherinnen und Besucher unserer Homepage, 2025 war ein schweres Jahr - nicht nur für Givat Haviva! Für das Jahr 2026 wünschen wir uns allen eine Befriedung der Kriegsherde und ein auskömmliches Leben für alle Opfer der Gewalt.


Shalom - Salam!


Wir schauen unbeirrt nach vorn und halten es mit der Generaldirektorin von Givat Haviva Michal Sella, die im vergangenen April bei ihrem Besuch in Berlin sagte: "Aufgeben? Das ist keine Option!"  Und in der Tat ist die Arbeit von Givat Haviva in Israel wichtiger denn je, führt sie doch Menschen in einer gespaltenen und traumatisierten Gesellschaft zusammen, die sich sonst nicht begegnen würden. Der Dialog in Israel, den Givat Haviva zwischen der jüdischen Mehrheitsgesellschaft und Menschen aus der arabischen Minderheit organisiert, ist in seiner Bedeutung nicht zu überschätzen. Denn Frieden beginnt mit Begegnung und wächst durch Vertrauen.


Für unsere Arbeit als deutscher Freundeskreis sind die Projekte des größten Friedenszentrums in Israel eine Art Blaupause. Denn auch hier bei uns werden die Gegensätze immer größer, nehmen Antisemitismus und gruppenbezogener Rassismus zu und bedrohen zunehmend Menschen in Schule, Universität, Beruf und Alltag. Die Zunahme der Übergriffe mit antisemitischem Hintergrund ist erschreckend. So scheinen die Gegensätze unüberwindbar, spalten nicht nur in Berlin und Frankfurt die Gesellschaft. Das dürfen wir nicht tolerieren! Der Freundeskreis Givat Haviva Deutschland e.V. sieht seinen Auftrag vorrangig in der Unterstützung von Givat Haviva, immer mehr aber darin, Begegnungen zu ermöglichen, Dialoge zu stiften, damit der Hass überwunden und Vertrauen geschaffen werden kann. Wir freuen uns auf eine vielfältige Unterstützung dabei!


Über unsere Arbeit können wir Positives berichten. Auf unserer Mitgliederversammlung in Berlin am 29.11.2025 haben wir einen neuen Vorstand gewählt und den wissenschaftlichen Beirat erneut bestätigt. Neu im Vorstand sind Prof. Dr. Francesca Vidal als 2. Vorsitzende sowie Regina Habiger als Beisitzerin. Ausgeschieden aus dem Vorstand ist Donja Banai, der wir für ihr Engagement danken.

Für das Jahr 2026 planen wir die Erneuerung unserer Ausstellung. Ein erster Konzeptentwurf wurde vorgestellt und genehmigt.

Ebenfalls beschlossen haben wir in Berlin die Überweisung von Geldern des Freundeskreises, die im Dezember durch eine großartige Spende aufgestockt werden konnten: Insgesamt wurden 95.000 € nach Israel geschickt, die größte Summe für das Face to Face-Projekt, das damit erweitert werden konnte, zudem die Restsumme 2025 für das Friedel und Peter Grützmacher-Stipendium und für die sonstige Verwendungen. Mit den Projektmitteln der Landtage von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind somit fast 300.000 € von Deutschland zu Givat Haviva geflossen. Insbesondere Bildungsprogramme haben entsprechend ihrer Nachfrage einen erheblichen Aufwuchs und werden glücklicherweise vom Bildungsministerium weiter unterstützt. Nach wie vor aber ist Givat Haviva zu einem Drittel seines Haushaltes auf Spendengelder angewiesen.


Am kommenden Dienstag, dem 6. Januar, findet in Tel Aviv die jährliche Internationale Konferenz Givat Havivas statt, die Konferenz wird vom israelischen Staatspräsidenten Herzog eröffnet wird und die sich mit dem wichtigen Thema des Weges zu einer Shared Society befasst.  Dazu mehr unter Aktuelles.


Givat Haviva arbeitet schon seit einer Dekade, begleitet von der Universität Haifa, an dieser Fragestellung und konnte auf die daraus entstandenen Erkenntnisse und Erfahrungen in den letzten Jahren gewinnbringend zurückgreifen. Auf dieser Reise dabei sind Prof. Dr. Francesca Vidal, Dr. Gregor Walter-Drop und Dr. Steffen Hagemann von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau. Sie unterzeichnen den Kooperationsvertrag zwischen Givat Haviva und der Universität. Zur Konferenz reisen neben der 2. Vorsitzenden mit Friedel Grützmavcher und Regina Habiger zwei weitere Vorstandsmitglieder an und nehmen an der sich anschließenden zweitägigen Konferenz der internationalen Freundeskreise teil.. 


Auch wenn im Oktober 2025 Hoffnung auf einen Waffenstillstand aufkeimte, konnte sich niemand darüber hinwegtäuschen lassen, dass die Lage der Menschen im Nahen und Mittleren Osten und in den anderen Kriegs- und Krisengebieten der Welt von einem dauerhaften Frieden weit entfernt ist. Hass und Gewalt sind noch immer allgegenwärtig.


Am 10.10. 2025 schien der Frieden in greifbarer Nähe!


Damals schrieb ich auf dieser Seite:

"Die israelische Armee wird sich laut des ersten Schrittes des Stufenplans, der inzwischen von Israel und den Palästinensern unterzeichnet wurde, auf eine festgelegte Linie in Gaza zurückziehen und die Hamas alle israelischen Geiseln freilassen. Nichts wünschen wir uns mehr als dass die Geiseln heimkehren, die Waffen schweigen und die 170 000 t Hilfslieferungen endlich die Menschen in Gaza erreichen!


Der 7.10., der Tag des Gedenkens an all die Opfer des bestialischen Überfalls der Hamas vor zwei Jahren auf das Supernova-Festival und die umliegenden Kibbutzim waren noch von Schmerz und Trauer bestimmt. Denn Menschen waren überfallen worden, gequält und brutal ermordet, andere entführt und gefoltert. Noch immer sind 20 Geiseln in der Gewalt der Hamas. An diesem Tag begann auch ein Krieg, der im Gazastreifen zehntausende Zivilisten das Leben kostete und noch immer sterben dort vor allem Frauen und Kinder durch Waffen oder vor Hunger. Jüdische und palästinensische Menschen sind traumatisiert und leiden unter unsäglichen Schmerzen und unter tiefer Trauer. 


Heute scheint eine friedliche Zukunft im Nahen Osten erreichbar. Wir kennen Beispiele, die uns lehren, dass aus Feinden Freunde werden können. Denken wir an die deutsch-französische Annäherung, wo aus "Todfeinden" Freunde wurden. Die friedliche Koexistenz der Minderheits- und Mehrheitsgesellschaft in Israel und in Palästina wird eine erste Etappe dazu sein. Givat Haviva wird daran weiter mit viel Energie arbeiten und braucht jede Unterstützung."


Bis heute sind erst wenige Teile des Plans eingelöst. Zwar sind die lebenden Geiseln wieder in ihrer Heimat. Tote werden weiterhin noch vermisst. Viele Israelis werden wie die Menschen in Gaza weiterhin psychologische Betreuung benötigen, um ihre Traumata zu überwinden.

Hinzu kommt der Wiederaufbau, der in Israel und noch viel mehr in Gaza enorme Wiederaufbaumittel erfordert. Und noch schlimmer: Die Hilfslieferungen in den Gazastreifen sind viel zu gering, um den Hunger und die Krankheiten einzudämmen; es ist nach wie vor nicht absehbar, wann und wie den Palästinenserinnen und Palästinensern ein menschenwürdiges Leben in Gaza ermöglicht werden kann. Hoffen wir auf die internationale Solidarität, um einen Aufbau eines Lebens in friedlicher Koexistenz mit den Nachbarn zu ermöglichen. 


Michal Sella äußerte sich in einem Artikel vom 27.12.2025 detailliert zur aktuellen Situation. Er ist unter Aktuelles zu finden.


Es grüßt Sie herzlich

Ihre

Ruth Ratter

Vorsitzende des Freundeskreises Givat Haviva Deutschland e.V.



Spendenkonto

Givat Haviva Deutschland e.V.:
Ihre Spende fließt in voller Höhe auf das Konto von Givat Haviva in Israel. Ab der Höhe von 200 € erhalten Sie von unserem Verein einen Beleg für das Finanzamt. Darunter reicht ein Bankbeleg zum Nachweis Ihrer Spende.


IBAN: DE39 5519 0000 0353 4510 16

BIC: MVBMDE55XXX

Lasst die Waffen schweigen!


Der Freundeskreis Givat Haviva Deutschland e.V. fühlt mit den Bürgern und Bürgerinnen Israels, die seit dem Überfall der Hamas am 7.10.2023 auf das Supernova Musikfestival und die nahe der Grenze gelegenen Kibbutzim der täglichen Bedrohung ausgesetzt sind! Das Selbstverteidigungrecht und das Existenzrechts des Staates Israel stehen nicht in Frage.

Aber auch die Menschen im Gaza-Streifen leben Tag für Tag in Angst und beklagen ihre Toten; ihre Not bestimmt das Leben und bedroht das Überleben! Die Vernichtung ihrer Lebensgrundlagen lassen sich nicht rechtfertigen. Die humanitäre Hilfe wird den Hungernden vorenthalten. Das ist nicht mit den Menschenrechten vereinbar.

Auch auf beiden Seiten der libanesisch-israelischen Grenze leiden die die Menschen unter den Gewaltexzessen des Terrors und der Kriegshandlungen.

Die Spirale der Gewalt muss endlich unterbrochen werden!

 

Wir vergessen dabei nicht, dass die Eskalation mit dem Überfall der Hamas begonnen hat. Ihre Kämpfer massakrierten wahllos Jung und Alt, verschleppten Geiseln und hinterließen Leid, Verwüstung und Tod. Der Schock über die unfassbaren Verbrechen der Hamas, die grausamer nicht hätten sein können, traf die Menschen in Israel unvorbereitet. Auch wir in Deutschland fühlen uns betroffen, entsetzt und traurig. Unsere Solidarität gilt den Familien der Opfer und ihren Freundinnen und Freunden.


Inzwischen sind 18 Monate vergangen, doch noch immer sorgen sich  Menschen auf der ganzen Welt um das Leben der in der Hand der Hamas verbliebenen Geiseln, deren Schicksal ungeklärt ist. Und der Krieg hinterlässt ein unfassbares Ausmaß an Zerstörung, Verletzung und Tod im Süden, im Norden und im Osten Israels.


Auch auf dem Campus von Givat Haviva bestimmten zunächst das Entsetzen über die bestialischen Angriffen der Hamas die Gedanken und Gefühle, standen die Trauer um die Opfer und die Angst um die Menschen im Vordergrund. Aber Ceo Michal Sella und ihr Team ergriffen sofort Hilfsmaßnahmen, gaben 260 Geflüchteten aus den zerstörten Kibbutzim ein Dach über dem Kopf, Kleidung, Nahrung und medizinische und therapeutische Hilfe. Das Team Givat Havivas war sich sicher: "Wir werden jetzt mehr denn je gebraucht!" Die hier untergebrachten Menschen haben inzwischen wieder eine dauerhafte Bleibe gefunden.


Auf dem Campus von Givat Haviva haben sich die Bildungs- und Kulturarbeit wieder stabilisiert, aber die Fragilität der politischen Lage ist allen bewusst. Es ist bewundernswert, dass nahezu alle arabischen und jüdischen Lehrer:innen ihre Sprachklassen in den Sekundarschulen sehr schnell wieder aufgenommen haben, Kunstkurse wieder stattfinden und die Künstler:innen versuchen, finanzielle Mittel zu generieren, denn Unterstützung wird überall gebraucht. Vor allem aber tragen die Dialogzentren für eine Shared Society die Verständigungsarbeit in die gemischten Städte. War es nach der Schockstarre vom 7. Oktober 2023 zunächst nur in uninationalen Gruppen möglich, Gespräche  zur Verarbeitung von Traumata und Bedrohung zu ermöglichen, sind nun wieder Austausche im Dialog Realität. Das kann allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Einschätzung der Mehrheits- und der Minderheitsgesellschaft wahrnehmbar verändert hat. Die Befindlichkeiten lassen sich an der Umfrage ablesen, die Givat Haviva  nach dem Januar 2024 nun 2025 erneut hat durchführen lassen. Davon mehr unter "Aktuelles". 


Der Landtag und die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz haben im November 2023 gemeinsam mit unserem Freundeskreis zu Spenden aufgerufen und konnten allein unter dem Stichwort "Campus" insgesamt 60 000 € überweisen. Über die Unterstützung der Landesregierungen von RLP, NRW und SH sind wir sehr froh und danken den Parlamenten, dass sie weiterhin die Friedensarbeit mittragen. Givat Haviva ist allerdings weiter auf unsere und Ihre Hilfe angewiesen. Deshalb freuen wir uns über Ihre Spenden und Ihre Mitgliedschaft.

 

Givat Haviva steht für friedliche Koexistenz und Verständigung, für eine "shared society", deren gemeinsame Anstrengungen zu einem Miteinander führen will und kann. Bei den zerstörerischen Angriffen von 2021 und den Unruhen von 2023 gingen Jüdinnen und Juden mit Araberinnen und Arabern im Norden des Landes gemeinsam unter dem Motto "Araber und Juden weigern sich, Feinde zu sein!" auf die Straße. Givat Haviva war damals mit Zuversicht dabei und wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass seine in mehr als 60 Jahren aufgebaute Friedensarbeit nicht in Scherben fällt. Dazu braucht das Zentrum für den Frieden mehr denn je die Unterstützung seiner Partnerorganisationen und Institutionen. Wir danken Ihnen für Ihre wertvolle Hilfe!


Auch bei uns in Deutschland ist es wichtig, für Verständigung und Dialog einzutreten. Antisemitische und antimuslimische Aggressionen verletzen und verunsichern auch hier Menschen zunehmend. Wir sind daher als Dialogpartner/innen gefragt und kommen mit unserer Ausstellung in Schulen, Rathäuser oder Jugendzentren. Denn wir wollen weiter für Verständigung einstehen - hier und in Israel. Dabei können wir auch von Givat Haviva lernen.


In diesem Jahr freuen wir uns über das 30-jährige Bestehen unseres Vereins, dessen Wurzeln in Rheinland-Pfalz liegen. Dazu wird es Anfang Juli eine Feierstunde im Deutschhaus in Mainz geben. Wir wünschen uns, dass bis dahin alle Geiseln heimgekehrt sind und ein tragfähiger Waffenstillstand Friedensverhandlungen ermöglicht, die eine friedliche Koexistenz für Israelis und Palästinenser zum Ziel haben.


Mit herzlichen Grüßen

 

Ruth Ratter

Givat Haviva Deutschland e.V.


مؤتمر جفعات هافيفا الدولي2023


Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, 19.12.2023:

30 Jahre Partnerschaft mit Givat Haviva

Beim Eintritt in die Staatskanzlei - weitere Fotos unter


Spendenkonto

Givat Haviva Deutschland e.V.:
Ihre Spende fließt in voller Höhe auf das Konto von Givat Haviva in Israel. Ab der Höhe von 200 € erhalten Sie von unserem Verein einen Beleg für das Finanzamt. Darunter reicht ein Bankbeleg zum Nachweis Ihrer Spende.


IBAN:

DE39 5519 0000 0353 4510 16

BIC: MVBMDE55XXX

Lasst die Waffen schweigen!


Der Freundeskreis Givat Haviva Deutschland e.V. fühlt mit den Bürgern und Bürgerinnen Israels, die seit dem Überfall der Hamas am 7.10.2023 auf das Supernova Musikfestival und die nahe der Grenze gelegenen Kibbutzim der täglichen Bedrohung ausgesetzt sind! Das Selbstverteidigungrecht und das Existenzrechts des Staates Israel stehen nicht in Frage.

Aber auch die Menschen im Gaza-Streifen leben Tag für Tag in Angst und beklagen ihre Toten; ihre Not bestimmt das Leben und bedroht das Überleben! Die Vernichtung ihrer Lebensgrundlagen lassen sich nicht rechtfertigen. Die humanitäre Hilfe wird den Hungernden vorenthalten. Das ist nicht mit den Menschenrechten vereinbar.

Auch auf beiden Seiten der libanesisch-israelischen Grenze leiden die die Menschen unter den Gewaltexzessen des Terrors und der Kriegshandlungen.

Die Spirale der Gewalt muss endlich unterbrochen werden!

 

Wir vergessen dabei nicht, dass die Eskalation mit dem Überfall der Hamas begonnen hat. Ihre Kämpfer massakrierten wahllos Jung und Alt, verschleppten Geiseln und hinterließen Leid, Verwüstung und Tod. Der Schock über die unfassbaren Verbrechen der Hamas, die grausamer nicht hätten sein können, traf die Menschen in Israel unvorbereitet. Auch wir in Deutschland fühlen uns betroffen, entsetzt und traurig. Unsere Solidarität gilt den Familien der Opfer und ihren Freundinnen und Freunden.


Inzwischen sind 24 Monate vergangen, doch noch immer sorgen sich  Menschen auf der ganzen Welt um das Leben der in der Hand der Hamas verbliebenen Geiseln, deren Schicksal ungeklärt ist. Und der Krieg hinterlässt ein unfassbares Ausmaß an Zerstörung, Verletzung und Tod im Süden, im Norden und im Osten Israels.


Auch auf dem Campus von Givat Haviva bestimmten zunächst das Entsetzen über die bestialischen Angriffen der Hamas die Gedanken und Gefühle, standen die Trauer um die Opfer und die Angst um die Menschen im Vordergrund. Aber Ceo Michal Sella und ihr Team ergriffen sofort Hilfsmaßnahmen, gaben 300 Geflüchteten aus den zerstörten Kibbutzim ein Dach über dem Kopf, Kleidung, Nahrung und medizinische und therapeutische Hilfe. Das Team Givat Havivas war sich sicher: "Wir werden jetzt mehr denn je gebraucht!" Die hier untergebrachten Menschen haben inzwischen wieder eine dauerhafte Bleibe gefunden.


Auf dem Campus von Givat Haviva haben sich die Bildungs- und Kulturarbeit wieder stabilisiert, aber die Fragilität der politischen Lage ist allen bewusst. Es ist bewundernswert, dass nahezu alle arabischen und jüdischen Lehrer:innen ihre Sprachklassen in den Sekundarschulen sehr schnell wieder aufgenommen haben, Kunstkurse wieder stattfinden und die Künstler:innen versuchen, finanzielle Mittel zu generieren, denn Unterstützung wird überall gebraucht. Vor allem aber tragen die Dialogzentren für eine Shared Society die Verständigungsarbeit in die gemischten Städte. War es nach der Schockstarre vom 7. Oktober 2023 zunächst nur in uninationalen Gruppen möglich, Gespräche  zur Verarbeitung von Traumata und Bedrohung zu ermöglichen, sind nun wieder Austausche im Dialog Realität. Das kann allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Einschätzung von Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft wahrnehmbar verändert haben. Die Befindlichkeiten lassen sich an der Umfrage ablesen, die Givat Haviva  nach dem Januar 2024 nun 2025 erneut hat durchführen lassen. Davon mehr unter "Aktuelles". 


Der Landtag und die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz haben im November 2023 gemeinsam mit unserem Freundeskreis zu Spenden aufgerufen und konnten allein unter dem Stichwort "Campus" insgesamt 60 000 € überweisen. Über die Unterstützung der Landesregierungen von RLP, NRW und SH bei der Realisierung von Projekten sind wir sehr froh und danken den Parlamenten, dass sie weiterhin die Friedensarbeit in Israel mittragen und damit die weitere Spaltung der Gesellschaft in Israel verhindern. Givat Haviva ist allerdings weiter auch auf unsere und Ihre Hilfe angewiesen. Deshalb freuen wir uns über Ihre Spenden und Ihre Mitgliedschaft.


Nun bereitet sich Givat Haviva auf den Beginn des neuen Schuljahres vor. Das gemeinsame Lernen jüdischer und palästinensischer Israelis ist ein wichtiges Fundament für eine friedliche Entwicklung innerhalb Israels.

Givat Haviva steht für friedliche Koexistenz und Verständigung, für eine "shared society", deren gemeinsame Anstrengungen zu einem Miteinander führen will und kann. Bei den zerstörerischen Angriffen von 2021 und den Unruhen von 2023 gingen Jüdinnen und Juden mit Araberinnen und Arabern im Norden des Landes gemeinsam unter dem Motto "Araber und Juden weigern sich, Feinde zu sein!" auf die Straße. Givat Haviva war damals mit Zuversicht dabei und wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass seine in mehr als 60 Jahren aufgebaute Friedensarbeit nicht in Scherben fällt. Dazu braucht das Zentrum für den Frieden mehr denn je die Unterstützung seiner Partnerorganisationen und Institutionen. Wir danken Ihnen für Ihre wertvolle Hilfe!


Auch bei uns in Deutschland ist es wichtig, für Verständigung und Dialog einzutreten. Antisemitische und antimuslimische Aggressionen verletzen und verunsichern auch hier Menschen zunehmend. Wir sind daher als Dialogpartner/innen gefragt und kommen mit unserer Ausstellung in Schulen, Rathäuser oder Jugendzentren. Denn wir wollen weiter für Verständigung einstehen - hier und in Israel. Dabei können auch wir von Givat Haviva lernen.


In diesem Jahr freuen wir uns über das 30-jährige Bestehen unseres Vereins, dessen Wurzeln in Rheinland-Pfalz liegen. Anfang Juli haben wir im Deutschhaus in Mainz mit Landtagspräsident Hendrik Hering,  Abgeordneten sowie Mitgliedern und Unterstützenden unseres Vereins daran erinnert. Eine Bilderstrecke sowie die Ansprachen von Ministerpräsident Alexander Schweitzer, Michal Sella und Mohammad Darawshe finden Sie unter "Aktuelles".

Wir wünschen uns nach wie vor, dass endlich alle Geiseln heimkehren können und ein tragfähiger Waffenstillstand Friedensverhandlungen ermöglicht, die eine friedliche Koexistenz für Israel und Palästina zum Ziel haben. Hierfür und für den Wiederaufbau der zerstörten Städte und Dörfer wird internationale Hilfe vonnöten sein. Die Zukunft im Nahen Osten muss in zwei Staaten ein friedliches Miteinander in guter Nachbarschaft möglich machen.


Mit herzlichen Grüßen

 

Ruth Ratter

Givat Haviva Deutschland e.V.


احفظوا التاريخ:

انترناشيونال جفعات هافيفا - مؤتمر6-8 يناير 2026


Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, 19.12.2023:

30 Jahre Partnerschaft mit Givat Haviva

Beim Eintritt in die Staatskanzlei - weitere Fotos unter


Wer ist der Freundeskreis Givat Haviva Deutschland e.V.?

تأسست جمعية أصدقاء جفعات حبيبة الألمان في ماينز عام 1995، ومنذ ذلك الحين أصبحت شريكاً مهماً في تعزيز التفاهم في الشرق الأوسط وفي العلاقات العامة لجفعات حبيبة في ألمانيا.


تعتمد جمعية جفعات حبيبة ألمانيا على عدد كبير من الأعضاء من جميع مناطق ألمانيا لضمان استدامة مشاريع جفعات حبيبة على المدى الطويل في إسرائيل ولتعزيز حضورها في ألمانيا.


توفر لك دائرة الأصدقاء منتدى للحوار وتبادل المعلومات، بالإضافة إلى الأنشطة التعليمية والثقافية.


في اجتماع أعضائنا الأخير بتاريخ 28 سبتمبر 2024 في لاندو، استعرضنا العام الماضي واستشرفنا العام المقبل. يمكنكم الاطلاع على المزيد من التفاصيل في قسم "الأخبار".


يتطلع مجلس الإدارة إلى استمرار شراكة قائمة على الثقة مع أعضائنا في عام ٢٠٢٥، ويدعوكم جميعًا بحرارة للمشاركة الفعّالة في أنشطة نادينا. أما بالنسبة لمن لم ينضموا إلينا بعد، فنؤكد لكم أن الانضمام إلينا يستحق كل هذا العناء!


أسباب وجيهة للانضمام إلى دائرة أصدقاء جفعات حفيفة:


فرصة للمشاركة في أعمال التعليم والتفاهم بين الثقافات في الشرق الأوسط

المشاركة والدعم في أعمال السلام في إسرائيل

إمكانية الوصول إلى جهات اتصال مباشرة ومعلومات محدثة من إسرائيل

أن تكون جزءاً من شبكة تضم جهات اتصال مع أشخاص ذوي تفكير مماثل وأنشطة في بيئتك الخاصة.

للمساهمة في بناء مجتمع متسامح ومحترم، وللوقوف في وجه النزعات العنصرية والمعادية للسامية والمعادية للإسلام.

تُبقيك نشرتنا الإخبارية على اطلاع دائم بآخر التطورات في جفعات حبيبة بإسرائيل. يمكنك الاشتراك فيها أو تفعيلها هنا في هذه الصفحة بالنقر على قسم "أهم التطورات في جفعات حبيبة خلال الأشهر الأخيرة" أسفل العمود الأيمن.


تحياتنا الحارة نيابة عن مجلس الإدارة،

روث راتير

رئيسة جمعية جفعات هافيفا الألمانية